Erkenntnisse beim Pilgern

 

Mit unserem Familienkreis pilgerten wir einen Abschnitt auf dem Mosel-Camino. 20 km lagen vor uns, und obwohl es immer wieder mal Impulse oder gemeinsame Essenspausen gab, zog sich das Feld der Pilger immer wieder auseinander, einige gingen zügig, andere ließen sich Zeit. Eigentlich wollte ich mit dem einen oder anderen Erwachsenen ins Gespräch kommen – so meine Theorie vor dem Pilgern – nun war ich in der Praxis mit meinem siebenjährigen Sohn an der Hand alleine irgendwo in der auseinandergezogenen Pilgergruppe.

Wir machten ein Ratespiel, unterhielten uns ausgiebig, schwiegen auch mal miteinander, die letzten zwei km fühlte ich mich motiviert, keine Schwäche zu zeigen. 

Die Tour war anders als gedacht, eigentlich ganz gut, meinem Sohn hat es gefallen und mir daher auch.

Als ich später nochmal darüber nachdachte, fiel mir auf, dass es hier auch viele Parallelen zwischen mir und Gott gibt. Er begleitet mich auf dem Weg, ich suche manchmal seine Hand, die mich führt. 

Ich berede alles mit ihm, selbst Kleinigkeiten, Sorgen und Freuden. Ich bin mir sicher, daß ich mit ihm auf dem richtigen Weg bin.

Schön, daß mir das auf dieser Art so bewusst wurde! 

 

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