Worte von Pater Kentenich

 

„Wir wissen, auf wie vielfältige Weise der Vater zu uns spricht: durch innere Einsprechungen, durch die Vorgesetzten, durch die Heilige Schrift. Das alles wissen wir. Worauf wir es aber besonders abgesehen haben: Er spricht auch durch die Verhältnisse zu uns. Sehen Sie, da haben wir gerade das hohe Ideal des praktischen Vorsehungsglaubens, der überall, hinter allem Geschehen die Vaterhand Gottes erblickt. Wenn wir wirklich horchen wollen auf Gottes Stimme im Alltag, dann müssen wir brechen, und zwar lebendig brechen mit der Idee des Fatalismus. Was heißt das, mit der Idee des Fatalismus? Theoretisch werden wir das zwar nicht sagen: Wir sind Fatalisten. Aber praktisch sind die meisten von uns Fatalisten. Das heißt praktisch: Wir leben, als wenn das alles zufällig wäre, was so während des Tages kommt.“

Pater Josef Kentenich, Am Montagabend. Mit Familien im Gespräch, Bd. 5: Glauben an die barmherzige Vaterliebe Gottes, Vallendar-Schönstatt 2009, S. 81 f.

 

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Waltenhofen-Memhölz, Kreuz auf der Höhe.  Foto: Maria Fischer, Siegburg, Deutschland