... da waren wir beide ganz schön aufgeregt

Es ist schon eine ganze Weile her, als unsere älteste Tochter ihren ersten Schultag hatte. Am Tag der Einschulung wurde Sie natürlich von uns Eltern und den Großeltern zur feierlichen Einschulung begleitet. Doch schon am zweiten Tag sollte unser Kind als sogenanntes „Buskind“ mit einem Schulbus in die Schule fahren. Damit sie sich langsam an die neue Situation und auch an die Leute gewöhnen konnte, haben wir im Vorhinein ausgemacht, dass ich das erste Mal im Schulbus mitfahren sollte. Als wir dann an dem besagten Morgen an der Haltestelle standen, waren wir beide ganz schön aufgeregt. Indem der Bus um die Ecke fuhr und vor uns seine Türen öffnete, meinte unsere Große plötzlich: „Ich will doch alleine fahren!“

 

Da stand ich nun. Ich ließ meine Tochter alleine einsteigen und ging halb schmunzelnd, halb aufgewühlt nach Hause. Dort angekommen, setzte ich mich erst einmal vor unser Kreuz, welches in unserem Wohnzimmer hängt, und atmete tief durch.

„Jetzt bist Du an der Reihe!“ betete ich zu Gott. „Mehr kann ich im Moment nicht tun. Du musst jetzt bei Ihr sein und gut auf sie aufpassen. Ich vertraue Dir!“

 

Mittags konnte ich meine Tochter glücklich, stolz und unbeschadet wieder in die Arme schließen.

Und in diesem GOTTVertrauen verabschiede ich nun schon seit einigen Jahren unsere Kinder Morgens in den Tag, wenn sie das Haus alleine verlassen. Für mich steht jedenfalls fest: Sie sind nicht allein!

X.